Das Wichtigste in Kürze
- Eine Hochtonschwerhörigkeit betrifft die Wahrnehmung hoher Frequenzen und führt dazu, dass Sprache undeutlich klingt oder bestimmte Töne nicht mehr gehört werden.
- Ursachen können Alter, Lärmbelastung, Krankheiten, genetische Faktoren oder bestimmte Medikamente sein.
- Moderne Hörgeräte gleichen den Hörverlust gezielt aus, indem sie hohe Frequenzen verstärken und das Sprachverstehen deutlich verbessern.
- Die Anpassung der Hörsysteme erfolgt individuell, um ein natürliches Klangbild und optimalen Tragekomfort zu gewährleisten.
- Eine regelmäßige Kontrolle und Pflege der Hörgeräte, etwa mit einer Trockenbox, trägt zusätzlich zur Langlebigkeit und Funktionalität bei.
Was ist eine Hochtonschwerhörigkeit
Eine Hochtonschwerhörigkeit ist eine Form des Hörverlusts, bei der die Wahrnehmung hoher Frequenzen eingeschränkt ist. Betroffene nehmen hohe Töne, etwa das Zwitschern von Vögeln, das Rascheln von Blättern oder helle Stimmen, nur noch gedämpft oder gar nicht mehr wahr. Häufig fällt dies zunächst kaum auf, da tiefe Töne weiterhin gut gehört werden. Erst mit der Zeit zeigt sich, dass Gespräche, besonders in lauter Umgebung, schwerer zu verstehen sind.
Im Gegensatz zu anderen Arten der Schwerhörigkeit, bei denen das gesamte Hörspektrum oder nur tiefe Frequenzen betroffen sind, betrifft die Hochtonschwerhörigkeit gezielt die hohen Tonbereiche. Ursache ist meist eine Schädigung der feinen Haarzellen im Innenohr, die für die Wahrnehmung hoher Frequenzen zuständig sind. Diese empfindlichen Sinneszellen können sich nicht regenerieren, weshalb eine frühzeitige Diagnose und Versorgung besonders wichtig ist.
Von einer Hochtonschwerhörigkeit spricht man, wenn Töne oberhalb von etwa 2.000 Hertz (Hz) schlechter oder gar nicht mehr gehört werden. Das betrifft insbesondere die Konsonanten in der Sprache, wie „s“, „f“ oder „t“. Diese Laute liegen in einem höheren Frequenzbereich und sind entscheidend für die Sprachverständlichkeit. Deshalb haben Betroffene oft das Gefühl, andere Menschen sprächen undeutlich oder „nuschelten“.
Auf einem Audiogramm, der grafischen Darstellung Ihres Hörvermögens, zeigt sich die Hochtonschwerhörigkeit durch eine abfallende Kurve im Hochfrequenzbereich. Während die Hörleistung bei tiefen Tönen noch normal sein kann, fällt sie bei zunehmender Frequenz deutlich ab.
Ursachen einer Hochtonschwerhörigkeit
Eine Hochtonschwerhörigkeit kann verschiedene Ursachen haben. In vielen Fällen entwickelt sie sich schleichend über Jahre hinweg, manchmal aber auch plötzlich infolge eines akuten Ereignisses. Bei Poser Hörgeräte in Berlin-Mariendorf und Berlin-Buckow nehmen wir uns Zeit, die individuellen Gründe für Ihre Hörminderung zu ermitteln. Denn nur wenn die Ursache bekannt ist, kann die passende Versorgung gewählt werden.
Altersbedingter Hörverlust
Die häufigste Ursache für eine Hochtonschwerhörigkeit ist der altersbedingte Hörverlust, auch Presbyakusis genannt. Mit zunehmendem Alter verlieren die feinen Haarzellen im Innenohr nach und nach ihre Funktion. Besonders betroffen sind dabei die Zellen, die hohe Frequenzen verarbeiten. Dadurch fällt es schwerer, hohe Töne und bestimmte Sprachlaute zu erkennen.
Lärmbelastung im Beruf und Alltag
Auch Lärm spielt eine entscheidende Rolle bei der Entstehung einer Hochtonschwerhörigkeit. Wer über längere Zeit lauten Geräuschen ausgesetzt ist, etwa in der Industrie, im Straßenverkehr oder bei Konzerten, riskiert dauerhafte Schäden an den Sinneszellen im Innenohr. Diese sogenannten Lärmschäden können sich schon in jungen Jahren bemerkbar machen und führen häufig zuerst zu einem Verlust im Hochtonbereich.
Plötzlicher Hörsturz
Ein Hörsturz kann ebenfalls eine Hochtonschwerhörigkeit auslösen. Dabei handelt es sich um einen meist einseitigen, plötzlich auftretenden Hörverlust. Die genaue Ursache ist oft unklar, vermutet werden Durchblutungsstörungen oder Stress. Ein Hörsturz sollte immer als Notfall behandelt werden, da eine frühzeitige Therapie die Chancen auf vollständige Genesung erhöht.
Erkrankungen des Innenohrs
Bestimmte Erkrankungen des Innenohrs können das empfindliche Gleichgewicht im Hörorgan stören. Dazu zählen zum Beispiel Entzündungen, Stoffwechselstörungen oder die Menière-Krankheit. Diese Erkrankungen beeinträchtigen die Haarzellen oder den Hörnerv und können so zu einer Hochtonschwerhörigkeit führen.
Genetische Faktoren
In manchen Fällen ist die Hochtonschwerhörigkeit erblich bedingt. Bestimmte genetische Veranlagungen erhöhen das Risiko, dass die Sinneszellen im Innenohr frühzeitig altern oder empfindlicher auf Umwelteinflüsse reagieren.
Medikamente mit ototoxischer Wirkung
Einige Medikamente können das Gehör schädigen. Man spricht dann von einer ototoxischen Wirkung. Dazu gehören bestimmte Antibiotika, Krebsmedikamente, Schmerzmittel oder Diuretika. Eine ärztliche Beratung ist wichtig, wenn während einer Behandlung Hörveränderungen auftreten.
Hörgeräte bei Hochtonschwerhörigkeit

Eine Hochtonschwerhörigkeit lässt sich heute sehr gut mit modernen Hörgeräten ausgleichen. Diese Systeme verstärken gezielt die hohen Frequenzen, die Sie nicht mehr deutlich wahrnehmen, und sorgen so für ein klares, natürliches Klangbild.
Hörgeräte verbessern das Sprachverstehen, indem sie hohe Töne hervorheben, während mittlere und tiefe Frequenzen unverändert bleiben. So verstehen Sie Gespräche wieder deutlich, auch in geräuschvoller Umgebung.
Bei Poser Hörgeräte werden Hörsysteme individuell eingestellt. Die Verstärkung hoher Frequenzen erfolgt präzise, damit die Sprache klar klingt und das Hören angenehm bleibt.
Bei Hochtonschwerhörigkeit ist meist eine offene Versorgung ideal, da sie den Gehörgang offen hält und ein natürliches Klangempfinden ermöglicht. In manchen Fällen kann eine Otoplastik sinnvoll sein, wenn eine stärkere Abdichtung benötigt wird.
Moderne Hörgeräte erkennen automatisch unterschiedliche Hörsituationen und heben Sprache gezielt hervor. Eine sorgfältige Feinanpassung sorgt dafür, dass Ihr Hörsystem perfekt zu Ihrem individuellen Hörprofil passt, für bestes Sprachverstehen im Alltag.
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