Das Wichtigste in Kürze
- Ein Hörsturz ist eine plötzliche Hörminderung und muss sofort von einem HNO-Arzt untersucht werden, da schnelles Handeln das Gehör retten kann.
- Ein Tinnitus bezeichnet Ohrgeräusche wie Pfeifen, Summen oder Rauschen, die ohne äußere Schallquelle wahrgenommen werden und in Verbindung mit einem Hörsturz auftreten können.
- Die wichtigsten Unterschiede: Beim Hörsturz ist das Hörvermögen selbst gestört, während Tinnitus in erster Linie ein Wahrnehmungsproblem darstellt.
- Bleibt der Tinnitus bestehen, spricht man von einem chronischen Tinnitus, für den spezielle Therapien wie die Tinnitus-Retraining-Therapie zur Verfügung stehen.
Hörsturz oder Tinnitus – Was ist der Unterschied?
Ein Hörsturz und ein Tinnitus treten oft gemeinsam auf, haben jedoch Unterschiede, die wichtig zu verstehen sind.
Von einem Hörsturz spricht man, wenn das Hörvermögen plötzlich und ohne erkennbaren Grund nachlässt. Betroffene nehmen Geräusche auf einem Ohr deutlich leiser oder verzerrt wahr.
Ein Tinnitus hingegen beschreibt Ohrgeräusche, die nur der Betroffene selbst hört. Diese Geräusche entstehen, obwohl keine äußere Schallquelle vorhanden ist. Sie können als Pfeifen, Rauschen oder Summen wahrgenommen werden und in ihrer Lautstärke variieren.
Hörsturz
Ein Hörsturz ist eine plötzlich auftretende Hörminderung, die meist nur auf einem Ohr auftritt. Betroffene berichten oft davon, dass sie Geräusche auf einer Seite kaum noch wahrnehmen können.
Typische Symptome sind neben der Hörminderung auch Schwindel, ein Druckgefühl im Ohr oder das Empfinden, als ob das Ohr „verstopft“ oder mit Watte gefüllt sei.
Ein Hörsturz ist ein medizinischer Notfall und sollte sofort von einem HNO-Arzt behandelt werden. Ziel der Behandlung ist es, die Durchblutung im Innenohr zu verbessern und so das Hörvermögen schnellstmöglich zu stabilisieren. Wer bei sich einen Hörsturz vermutet, sollte daher umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Tinnitus
Unter Tinnitus versteht man das Wahrnehmen von Geräuschen, die keine äußere Schallquelle haben. Diese können sich sehr unterschiedlich anhören, etwa wie Pfeifen, Rauschen oder Klingeln und sowohl leise als auch sehr störend empfunden werden.
Oft tritt ein Tinnitus im Zusammenhang mit einem Hörsturz auf. In manchen Fällen ist er sogar ein direktes Symptom des Hörsturzes. Er kann aber auch unabhängig davon entstehen.
Die Ursachen für Tinnitus sind vielfältig. Plötzliche Lärmeinwirkungen, Erkrankungen des Mittelohrs, Zahnprobleme oder auch psychische Belastungen können zu den Ohrgeräuschen führen.
Wichtige Unterscheidung
Auch wenn Hörsturz und Tinnitus oft gemeinsam auftreten, gibt es entscheidende Unterschiede, die Sie kennen sollten.
Beim Hörsturz ist das Hörvermögen selbst betroffen. Es handelt sich um eine plötzliche Hörminderung, die ohne äußere Ursache auftritt.
Der Tinnitus dagegen ist in erster Linie ein Wahrnehmungsproblem. Betroffene hören Geräusche wie Pfeifen, Summen oder Rauschen, obwohl keine Schallquelle vorhanden ist.
Ein weiterer wichtiger Unterschied: Der Hörsturz ist ein medizinischer Notfall. Wer plötzlich schlechter hört, sollte sofort ärztliche Hilfe suchen, um das Gehör bestmöglich zu schützen. Tinnitus hingegen kann zwar belastend sein, stellt aber nicht in jedem Fall eine akute Gefahr für das Gehör dar.
Was tun?
Ein Hörsturz ist immer ein Fall für den HNO-Arzt. Wer plötzlich schlechter hört oder weitere Symptome wie Schwindel oder Druck im Ohr bemerkt, sollte nicht zögern. Die Erstuntersuchung sollte möglichst innerhalb von 48 bis 72 Stunden erfolgen, da eine schnelle Behandlung entscheidend ist, um bleibende Schäden am Gehör zu vermeiden.
Auch beim Tinnitus ist es ratsam, frühzeitig ärztlichen Rat einzuholen. Besonders dann, wenn die Ohrgeräusche nach einem Hörsturz auftreten oder länger anhalten.
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