Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Hörsturz ist ein plötzlicher, meist einseitiger Hörverlust, der oft mit einem Wattegefühl im Ohr, Tinnitus oder Schwindel einhergeht.
  • Bei einem Verdacht sollte zeitnah ein HNO-Arzt aufgesucht werden, um eine genaue Diagnose zu stellen und gegebenenfalls eine passende Behandlung einzuleiten.
  • Stress, Lärm, körperliche Anstrengung sowie Alkohol und Nikotin sollten vermieden werden, da sie den Verlauf negativ beeinflussen können.
  • Eine gesunde Lebensweise mit wenig Stress, Bewegung und ausgewogener Ernährung hilft, das Risiko eines Hörsturzes zu verringern.
  • Was man bei Hörsturz nicht machen darf: Symptome ignorieren, in Panik verfallen oder sich selbst mit ungeeigneten Mitteln behandeln.

Was sollte man bei einem Hörsturz unbedingt vermeiden?

Ein plötzlicher Hörverlust kann sehr beunruhigend sein. Dennoch ist es wichtig, in einer solchen Situation Ruhe zu bewahren, im wahrsten Sinne des Wortes.

Bei Hörsturz unbedingt vermeiden
Infografik: Was darf man bei einem Hörsturz nicht machen?

Hektik vermeiden!

Früher wurde ein Hörsturz oft als akuter Notfall behandelt. Heute weiß man: In den meisten Fällen ist es besser, nicht in Panik zu verfallen. Es sei denn, das Ohr ist vollständig taub, dann sollte umgehend ein HNO-Arzt aufgesucht werden.

In allen anderen Fällen gilt:

Ruhe bewahren, beobachten und innerhalb von 24 bis 48 Stunden ärztlich abklären lassen. In etwa der Hälfte der Fälle bessert sich das Hörvermögen in dieser Zeit ganz von selbst.

Stress und Belastung reduzieren!

Ein häufig unterschätzter Auslöser für einen Hörsturz ist Stress. Deshalb ist es wichtig, gerade in der akuten Phase psychische und körperliche Belastung zu vermeiden. Was darf man bei einem Hörsturz nicht machen? Vor allem nicht weitermachen wie bisher.

  • Verzichten Sie auf übermäßige körperliche Anstrengung
  • laute Musik
  • Situationen mit hoher Lärmbelastung, zum Beispiel durch Maschinen
  • Kopfhörer auf voller Lautstärke
  • Auch Alkohol und Nikotin sollten gemieden werden, denn sie beeinträchtigen die Durchblutung des Innenohrs

Keine Selbstbehandlung!

Ein weiteres wichtiges Thema, wenn es um die Frage geht „Was darf man bei einem Hörsturz nicht machen“: Bitte keine Wattestäbchen oder andere Gegenstände zur Reinigung des Ohrs verwenden. Das Risiko, die empfindliche Struktur des Gehörs zusätzlich zu reizen oder gar zu verletzen, ist hoch.

Auch von bestimmten Medikamenten, die früher häufig bei Hörsturz verschrieben wurden, wie durchblutungsfördernde Mittel, raten Experten heute ab. Studien haben gezeigt, dass diese Arzneien keinen nachweisbaren Nutzen bringen, dafür aber Nebenwirkungen verursachen können.

So reagieren Sie richtig bei einem Hörsturz

Hörsturz
Hörsturz? Ruhe bewahren, schnell ärztlich abklären lassen!

Ein plötzlicher Hörverlust trifft viele Menschen unerwartet. Wenn Sie merken, dass Ihr Gehör auf einem Ohr plötzlich nachlässt oder dumpf klingt, dann gilt: Keine Panik, aber auch nicht ignorieren.

Bewahren Sie Ruhe. Ein Hörsturz kann sich innerhalb von ein bis zwei Tagen von selbst bessern. Diese spontane Erholung nennt man Spontanremission. Dennoch empfehlen wir, die Situation ernst zu nehmen und innerhalb von 48 Stunden eine fachärztliche Abklärung vornehmen zu lassen.

Auch wenn die Frage „Was darf man bei einem Hörsturz nicht machen“ oft gestellt wird, ist mindestens genauso wichtig: Wann muss man besonders schnell reagieren?

Sollten zusätzlich Symptome wie starker Schwindel, Sehstörungen, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Sprachstörungen auftreten, könnte ein Schlaganfall vorliegen. In diesem Fall gilt: Keine Zeit verlieren, sofort in die Notaufnahme!

FAQ

Ein Hörsturz, umgangssprachlich auch „Ohrinfarkt“ genannt, ist ein plötzlicher, meist einseitiger Hörverlust. Viele Betroffene beschreiben das Gefühl, als hätten sie Watte im Ohr. Die Geräusche klingen dumpf oder sind kaum noch wahrnehmbar. Begleitet wird der Hörverlust häufig von einem Tinnitus oder von Schwindel.

In medizinischer Fachsprache spricht man hier von einem sensorineuralen Hörverlust, das bedeutet, dass die Ursache im Innenohr oder im Hörnerv liegt. Die genauen Auslöser sind nicht immer klar, aber Stress und Durchblutungsstörungen spielen eine wichtige Rolle.

Sollten Sie den Verdacht haben, einen Hörsturz erlitten zu haben, gilt: Warten Sie nicht zu lange. Vereinbaren Sie umgehend einen Termin beim HNO-Arzt, um bleibende Hörschäden zu vermeiden.

Die Symptome können sehr unterschiedlich ausfallen. Viele Betroffene beschreiben, dass sie Geräusche nur noch wie durch einen Schleier wahrnehmen. Hohe oder tiefe Töne verschwinden, wirken verzerrt oder klingen blechern. Manche empfinden ein Druckgefühl im Ohr oder ein pelziges Gefühl rund um die Ohrmuschel. Oft kommt es auch zu Schwindel oder Ohrgeräuschen. Wer solche Veränderungen bei sich bemerkt, sollte unbedingt medizinisch abklären lassen, ob ein Hörsturz vorliegt.

Und vor allem gilt: Was darf man bei Hörsturz nicht machen? Abwarten in der Hoffnung, dass sich alles von selbst regelt. Frühzeitige Diagnostik ist entscheidend.

Obwohl Sport grundsätzlich erlaubt sein kann, ist er bei einem frischen Hörsturz mit Vorsicht zu genießen. Da Stress zu den häufigsten Auslösern zählt, sollte körperliche und geistige Ruhe im Vordergrund stehen. Besonders Sportarten, die den Druck auf die Ohren erhöhen, wie zum Beispiel Tauchen, können die Symptome verstärken. Deshalb ist es ratsam, vor der Wiederaufnahme sportlicher Aktivitäten Rücksprache mit dem behandelnden HNO-Arzt zu halten.

Wenn der Verdacht auf einen Hörsturz besteht, ist der erste Schritt immer der Gang zum HNO-Arzt. Dort wird zunächst genau abgeklärt, ob tatsächlich ein Hörsturz vorliegt oder ob andere Ursachen für den plötzlichen Hörverlust infrage kommen. Danach entscheidet der Arzt individuell, ob und wie behandelt werden sollte, abhängig vom Schweregrad und von eventuellen Vorerkrankungen.

In vielen Fällen wird der Hörsturz mit entzündungshemmenden und abschwellenden Medikamenten therapiert. Bei leichten Verläufen kann es auch sein, dass sich das Hörvermögen ganz ohne medizinische Behandlung wieder vollständig normalisiert.

Ein gesunder Lebensstil ist auch beim Thema Gehör entscheidend. Wer das Risiko für einen Hörsturz senken möchte, sollte vor allem Stress vermeiden, sowohl körperlich als auch seelisch. Ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und ein stabiles Gewicht tragen ebenfalls dazu bei, die Durchblutung zu fördern und das Innenohr gesund zu halten.

Was darf man bei Hörsturz nicht machen? Sich dauerhaft überlasten, den eigenen Körper ignorieren oder erste Anzeichen auf die leichte Schulter nehmen. Wer seinem Gehör langfristig etwas Gutes tun möchte, setzt auf Prävention, und bei ersten Auffälligkeiten auf eine frühzeitige Abklärung.

Marcel Taudien Hörakustiker

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